
"Ich will, dass jeder Jugendliche im Vogtland ausgebildet wird, wenn möglich im Betrieb.", erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz. Deshalb hat er heute im Deutschen Bundestag dem Ausbildungsbonus für Altbewerber zugestimmt. Die Arbeitsagentur Plauen kann damit für Altbewerber ab dem nächsten Ausbildungsjahr 2008/2009 einen Ausbildungsbonus zwischen 4.000 und 6.000 Euro vergeben und so Betriebe unterstützen, wenn notwendig auch mit sozialpädagogischer Begleitung. "Dafür habe ich heute mit meiner Stimme die Grundlage geschaffen. Das ist eine große Chance für vogtländische Jugendliche, die immer wieder Absagen erhalten oder in Warteschleifen verharren.", sagte Rolf Schwanitz.
Mit dem Ausbildungsbonus verbindet Schwanitz aber auch eine klare Erwartungshaltung an die Wirtschaft im Vogtland: "Es geht nicht nur darum, den Jugendlichen zu helfen. Denn wer morgen Fachkräfte braucht, muss heute ausbilden. Die Wirtschaft ist - auch im eigenen Interesse - für die Ausbildung ihres Nachwuchses selbst verantwortlich. Hierbei unterstützt der Ausbildungsbonus die Wirtschaft." Nach Angaben von Schwanitz sollen dabei Mitnahmeeffekte vermieden werden. Deshalb wird nicht jeder Betrieb durch den Ausbildungsbonus gefördert, sondern nur jene, die mehr als bisher in Sachen Ausbildung tun.
Rolf Schwanitz kündigte zudem an, sich bei der anstehenden Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente dafür einzusetzen, dass jeder Mensch das Recht hat, einen Hauptschulabschluss nachzuholen. Nur so kann für ihn das Ziel "Aufstieg durch Bildung" verwirklicht werden.
5.6.2008