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Wie unpolitisch darf Schule sein?

Teilnehmer der FES-Veranstaltung in Plauen

So lautete das Thema einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig, die auf Anregung von Rolf Schwanitz in Plauen stattfand. Dazu waren kompetente Referenten sowie zahlreiche interessierte Zuhörer erschienen. Den Einführungsvortrag hielt Prof. Dr. Wolfgang Melzer von der TU Dresden. Er stellte seine Studie "Politische Bildungsarbeit an Sächsischen Schulen" vor. Neben Rolf Schwanitz diskutierten dann Torsten Seime, Schulleiter des Futurum Vogtland (evangelisches Gymnasium Mylau), und Brunhild Kurth, Direktorin der Sächsischen Bildungsagentur, über die Ergebnisse der Studie. Dabei stellte Rolf Schwanitz fest, dass Demokratie von der Beteiligung lebt. Deshalb benötigten aktive Elemente in der Bildung und Erziehung einen höheren Stellenwert. Auch die Zusammenarbeit mit Mandatsträgern ist aus seiner Erfahrung verbesserungsfähig. Zustimmung erhielt er von Torsten Seime, der berichtete, dass man in seiner Schule täglich freie Projektphasen in den Unterricht einbaue und sich weg vom lehrerzentrierten Unterricht begebe. Frau Kurth wies jedoch darauf hin, dass an den staatlichen Schulen die zeitliche Belastung der Lehrer sehr hoch und die finanziellen Ressourcen sehr beschränkt seien. In den Wortmeldungen aus dem Publikum, das überwiegend aus Pädagogen unterschiedlichster Einrichtungen bestand, wurde vor allem auf praktische Probleme der politischen Arbeit an den Schulen eingegangen. So wurde unter anderem das negative Image der Parteipolitik als Hemmnis für politische Bildung beklagt. Rolf Schwanitz gab daher abschließend den Hinweis, in der politischen Bildung Politik nicht mit Parteipolitik zu verwechseln.

2.9.2008

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