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Rund 200 Menschen beteiligten sich heute ab 15 Uhr an der Protestkundgebung gegen die Eröffnung des Naziladens "Nordlicht" in Netzschkau. Dazu aufgerufen hatte der Netzschkauer Stadtrat. Die Kundgebung fand auf dem Marktplatz in unmittelbarer Nähe des Naziladens statt. Dieser war mit einem von den Nazis angebrachten Transparent verdeckt, auf dem "Wer Wind sät, wird Sturm ernten Nationale Sozialisten" zu lesen war. Unter den Protestierenden war neben dem SPD-Landtagskandidaten Andreas Oberlein und dem Netzschkauer Bürgermeister Werner Müller auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz, der als zweiter Redner zu den Teilnehmern der Kundgebung sprach. In seiner Rede wandte sich Schwanitz gegen jede Form von Geschichtsklitterung und hob die Bedeutung des 8. Mai hervor, der das Ende der schrecklichen Naziherrschaft markiert. Die unverhohlene Drohung auf dem Nazitransparent machte für ihn unmissverständlich klar, dass es nicht nur um einige Verwirrte geht, sondern um Leute, die wissen was sie tun. Schwanitz bewertete die große Teilnehmerzahl an der Kundgebung als klares Signal, dass die Nazis in Netzschkau unerwünscht sind und forderte eine solidarische Unterstützung durch alle Vogtländer. Er sagte: "Die bevorstehende Eröffnung des 'Nordlicht' ist nicht nur eine Angelegenheit der Netzschkauer, sondern aller Bürger im Vogtland."
8.5.2009