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Zur Absage des Endspiels um den Sächsischen Landespokal

Schreiben an den sächsischen Staatsminister des Innern vom 12. Juni 2009

Sehr geehrter Herr Staatsminister, lieber Herr Dr. Buttolo,

da ich heute vergeblich versucht habe, Sie oder Ihren Staatssekretär telefonisch zu erreichen, wende ich mich in äußerst dringlicher Angelegenheit nun auf diesem Wege an Sie.

Anlass ist die heute bekannt gewordene Entscheidung, dass für den 13. Juni vorgesehene Endspiel um den Sächsischen Landespokal zwischen der SG Dynamo Dresden II und dem VFC Plauen aufgrund von Sicherheitsbedenken abzusagen. Hintergrund dieser Entscheidung sei die Weigerung der sächsischen Polizei, durch eine entsprechende Präsenz für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Endspiels am 13. Juni Sorge zu tragen.

In der Region Vogtland wird sowohl die Entscheidung des sächsischen Fußballverbandes, als auch die Haltung der sächsischen Polizei auf das Schärfste kritisiert. Die Sicherheitslage am 13. Juni war den Sicherheitsbehörden des Freistaats Sachsen sicherlich seit langem bekannt. Die jetzige Absetzung des Spiels wird sowohl als unfairer und unsportlicher Akt, als auch als eine Kapitulation vor gewaltbereiten Hooligans empfunden. Es wird von uns nicht verstanden, weshalb am 13. Juni nicht durch das Hinzuziehen weiterer polizeilicher Verstärkungskräfte des Freistaats Sachsen oder aus anderen Ländern eine die ordnungsgemäße Durchführung des Endspiels ermöglichende Sicherheitslage geschaffen werden kann. Bei anderen Gelegenheiten war die sächsische Polizei hierzu sehr wohl bereit. Völlig unverständlich für alle Beteiligten ist, dass auch der alternative Vorschlag des VFC Plauen, dass Endspiel um einen Tag auf den 14. Juni zu verschieben und am Austragungsort Plauen anzuberaumen, an der Verweigerungshaltung der sächsischen Polizei gescheitert ist.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie nachdrücklich, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, damit die Austragung des Pokalendspiels durch die Bereitstellung entsprechender polizeilicher Kräfte am 13. oder 14. Juni ermöglicht werden kann. Jede andere Entscheidung wäre nach meinem Dafürhalten nicht nur mit einer sportlichen Benachteiligung für den VFC Plauen, sondern auch mit einem fatalen Signal der Schwäche gegenüber der gewaltbereiten Szene im Freistaat Sachsen verbunden.

In der Hoffnung auf Ihr schnelles und entschlossenes Handeln verbleibe ich hochachtungsvoll

Rolf Schwanitz

12.6.2009

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