
"Die Absage an einen schnellen Baubeginn der Ortsumgehung Göltzschtal zeigt anschaulich, dass die Interessen des Vogtlandes im Kabinett Merkel-Westerwelle keine Rolle mehr spielen." Dieses bittere Fazit zieht der Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz (SPD) nach der jüngsten Ankündigung aus den Reihen der schwarz-gelben Koalition zum frühestmöglichen Baubeginn bei der Göltzschtalumgehung ab 2012. "Es ist erst wenige Wochen her, dass mein CDU-Kollege dem neuen Staatssekretär Mücke (FDP) im Bundesverkehrsministerium unter Verweis auf dessen sächsische Herkunft besonderes Lob zollte. Meine Skepsis hat sich nun bestätigt", so Schwanitz weiter.
Rolf Schwanitz: "Die Wählerinnen und Wähler im Vogtland brauchen aber Klarheit. Die schwarz-gelben Pläne müssen deshalb auch beim zweitwichtigsten Straßenbauprojekt, der B 92, auf den Tisch. Ich fordere die schwarz-gelben Koalitionsabgeordneten deshalb auf, sich auch zum Ausbaubeginn bei der B 92 zu äußern."
Der dreispurige Ausbau der B 92 zwischen Oelsnitz und dem Grenzübergang Schönberg wurde unter sozialdemokratischer Regierungsverantwortung vom Bundesverkehrsministerium mit der höchsten Priorität versehen. Ich gehe davon aus, so Rolf Schwanitz weiter, dass wir noch in diesem Jahr auf dieser Strecke Baurecht bekommen. "Die schwarz-gelben Koalitionsabgeordneten müssen sich deshalb äußern, ob auch hier trotz vorhandenem Baurecht der Ausbau ruhen soll und wann mit einem Baubeginn gerechnet werden kann."
4.2.2010