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Albtraum Atommüll

Diskussion des Films Albtraum Atommüll

Wären Sie bereit, 1,50 Euro für eine Kilowattstunde Strom zu bezahlen? Dies ist der reelle Preis für Atomstrom, wenn man alle Kosten für die Entsorgung des atomaren Mülls einkalkulieren würde. Dabei sind die finanziellen Belastungen das weitaus geringste Problem. Denn die Frage der sicheren Endlagerung ist nach wie vor ungelöst. Und auch die Produktion des Atomstroms birgt erhebliche Risiken für Menschen und Umwelt. Dies verdeutlichte mit teils erschütternden Tatsachen der Dokumentarfilm: "Albtraum Atommüll", der im Mittelpunkt einer FES-Veranstaltung am Mittwochabend in Plauen stand. Nach der Filmvorführung bestand für die rund 40 Gäste die Möglichkeit zur Diskussion. Als Gesprächspartner standen dafür der Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz und der Umweltpolitiker Klaus-Peter Dehde aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, zu dem die Gemeinde Gorleben gehört, zur Verfügung. Dabei ging es unter anderem um den Ausstieg aus dem Atomausstieg, den die derzeitige Bundesregierung plant, um die Kürzung der Förderung regenerativer Energien und um die Forderung nach breiter Beteiligung der Öffentlichkeit bei Entscheidungen zu Gunsten der Kraftwerksbetreiber. Die Besorgnis der Anwesenden kam aber auch in der Frage zum Ausdruck, wie man sich gegen Terroranschläge auf atomare Anlagen sichern könne. All diese Risiken sind unkontrollierbar. Obendrein, so Rolf Schwanitz, verbaut Atomstrom den Weg in eine neue Energieära, da durch dessen Einspeisung in die Netze kein Raum für eine Erhöhung des Anteils an regenerativem Strom bleibt. Fazit der Veranstaltung: Je eher sämtliche Atomkraftwerke abgeschaltet werden, um so besser.

11.3.2010

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