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Vogtlandbahn muss endlich wieder Regionalauftrag erfüllen

Rolf Schwanitz im Gespräch mit Lokführern der Vogtlandbahn

Rolf Schwanitz im Gespräch mit Lokführern der Vogtlandbahn

Der Werbeslogan auf der Website der Vogtlandbahn klingt verlockend: "Mit der Vogtlandbahn sind Sie sicher und komfortabel im ganzen Vogtland unterwegs. Genießen Sie eine angenehme Fahrt mit hervorragendem Service." Die Wirklichkeit sieht anders aus. Von solchen Ankündigungen ist in diesen Tagen nichts mehr übrig geblieben.

Seit über zwei Wochen tobt nun der Arbeitskampf zwischen der Vogtlandbahn und der Gewerkschaft der Lokführer (GdL). Es geht um eine ordentliche Bezahlung der Lokführer und um vernünftige Bedingungen beim Wechsel der Vogtlandbahn zum neuen Betreiber, der italienischen Staatsbahn Netinera. Auf den Streik der GdL hat die Vogtlandbahn mit der Aussperrung der Gewerkschafter reagiert. Bei kaum einer anderen Privatbahn sind die Fronten so verhärtet, wie bei der Vogtlandbahn. Die blockierte Situation wird mittlerweile in der dritten Woche auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Dabei hatte die Vogtlandbahn erst vor wenigen Monaten die Ausschreibung im Regionalverkehr gewonnen und eine entsprechende Versorgungszusage gemacht. Nun, in der für den Tourismus so wichtigen Haupturlaubszeit, bestimmen bei der Vogtlandbahn stattdessen Teilausfälle und Schienenersatzverkehr das Beförderungsangebot.

Diese Situation muss schnellstens beendet werden. Beide Tarifpartner sollten so schnell wie möglich an den Verhandlungstisch zurückkehren und in substanzielle Gespräche eintreten. Eine solche über Wochen laufende Eskalation ist für das Vogtland unzumutbar.

12.7.2011

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