
"Der Bau der Ortsumgehung Göltzschtal wird offensichtlich auf absehbare Zeit nicht realisiert werden", erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz, nachdem er heute die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf sein letztes Schreiben an Bundesminister Ramsauer (CSU) erhalten hat. In seinem Brief vom 19. September 2011 hatte sich Schwanitz für die Aufnahme der Ortsumgehung Göltzschtal in den Straßenbauplan 2012 eingesetzt, damit der Bau der wichtigsten Straßenbaumaßnahme des Bundes im Vogtland wenigstens noch im kommenden Jahr beginnen kann.
Das Bundesverkehrsministerium schreibt in seiner Antwort, dass "erst in den kommenden jährlichen Abstimmungsgesprächen mit dem Freistaat Sachsen gemeinsam erörtert wird, ob und inwieweit das Vorhaben eventuell in den kommenden Jahren realisiert werden kann." Die Antwort kann nur so interpretiert werden, dass der Baubeginn der Ortsumgehung Göltzschtal von Schwarz-Gelb auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. "Dies ist eine Beerdigung erster Klasse. Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich damit leider bestätigt", so Schwanitz zu der deprimierenden Nachricht aus dem Hause Ramsauer.
Enttäuschend sind für Schwanitz auch die Arbeitsergebnisse der vogtländischen Abgeordneten der Regierungskoalition bei dieser wichtigen Frage: "Das Vogtland hat immerhin fünf Abgeordnete von CDU und FDP in den sächsischen Landtag und zwei Abgeordnete in den Deutschen Bundestag gewählt, von denen dazu wenig bis nichts zu hören war. Eine erfolgreiche Arbeit für das Vogtland sieht anders aus."
21.10.2011