
Nachdem die Wahlkreise zur Bundestagswahl 2002 neu zugeschnitten wurden, gehört nun der gesamte Vogtlandkreis zu meinem Bundestagswahlkreis mit der Nummer 167 "Vogtlandkreis", den ich hier kurz vorstellen möchte.
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Als Vogtland wird im allgemeinen das Gebiet zwischen Thüringer Wald, Fichtelgebirge und Erzgebirge bezeichnet. Der gleichnamige Landkreis mit rund 260.000 Einwohnern im äußersten Südwesten von Sachsen bildet dabei den größten Teil dieses Gebietes. Aber auch Teile von Thüringen, Franken und Tschechien zählen zum Vogtland.
Namensgeber für das Vogtland waren in alter Zeit die Vögte von Weida, die im Mittelalter hier herrschten. Inmitten des Vogtlandkreises liegt die Stadt Plauen (Stadtgründung anno 1224, knapp 70.000 Einwohner), eines der Zentren des politischen Umbruchs in der damaligen DDR. Gegen das abgewirtschaftete SED-System gingen damals mutige Menschen auf die Straße. Freiheit, demokratische Lebensverhältnisse und wirtschaftlicher Wohlstand waren ihre Ziele. Die damaligen Ereignisse habe ich in dem Buch "Zivilcourage" dokumentiert.
In der Gegend von Markneukirchen und Klingenthal - dem "Musikwinkel" - werden seit mehreren hundert Jahren hervorragende Musikinstrumente gebaut und in aller Welt verkauft. Die sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach im vogtländischen "Bäderwinkel" sind als Heilbäder international anerkannt. Traditionell prägt die Textilindustrie das Gebiet um die Stadt Plauen. Hier wird u.a. die berühmte "Plauener Spitze" hergestellt. Dank fleißiger Vogtländer entwickeln sich zahlreiche Gewerbegebiete in der Nähe von vogtländischen Städten, wo ebenfalls seit altersher das Handwerk mit seinen unterschiedlichen Gewerken und in jüngster Zeit auch der Maschinen- und Anlagenbau zu Hause sind.
Das Vogtland ist eine fußballverückte Region, neben den beiden Oberliga-Fußballvereinen VFC Plauen und VfB Auerbach wird in vielen weiteren Vereinen Fußball gespielt. Und im Jahr 2006 bewarb sich das Vogtland als Gastgeber für eine Nationalelf zur Fußballweltmeisterschaft. Aber Sport ist im Vogtland noch mehr. Der Wintersport wird im oberen Vogtland ganz groß geschrieben. Die Vogtlandarena in Klingenthal, die Kammloipe ab Schöneck ins Erzgebirge laden zum Wintersport ein. Zwei Talsperren bieten Wassersportlern ideale Möglichkeiten beim Segeln, Kanu, Drachenboot, Tauchen, Triathlon und Langstrecken Schwimmen. In Plauen hat der Schwimmsport und der Wasserball eine lange Tradition, Handball, Gewichtheben und Ringen ebenso. In den Felsen der Vogtländischen Schweiz im Elstertal sind (nicht nur) die Kletterer der Sektion Plauen des Deutschen Alpenvereins, der seit 120 Jahren besteht, unterwegs. Radfahren macht erst hier im Mittelgebirge oder entlang der Elster und Göltzsch richtig Spaß. Zwei Radsportvereine richten regelmäßig Veranstaltungen aus. Höhepunkt ist der Radmarathon zum Fichtelberg und wieder zurück.
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Das wildromantische Elstertal im Vogtland |
Das Vogtland ist auch immer eine Reise wert. Es bietet für Touristen aus nah und fern zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und besitzt ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub. Die Wirtshäuser und Hotels der Region sind auf Gäste gut eingestellt. Die stark vom Mittelgebirge geprägte Landschaft mit ihren bewaldeten Hügelkuppen und weiten Tälern wirkt recht idyllisch und lädt die Naturliebhaber zum Wandern, Radfahren und Skilaufen ein. Nicht umsonst hat sich der Tourismus in der Region in den vergangenen Jahren zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Seit 1990, dem Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands, vertrete ich die Vogtländer im Deutschen Bundestag. Von 1998 bis 2005 war ich zudem Staatsminister beim Bundeskanzler und von 2005 bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium.
Aus den bisherigen Wahlergebnissen ist ersichtlich, dass mein Wahlkreis sehr konservativ geprägt ist. Die SPD hat es hier sehr schwer und erreichte bei den Landtagswahlen seit 1990 nur zwischen 10 und 18 Prozent der Stimmen. Bei den Bundestagswahlen sehen die Ergebnisse etwas besser aus. Hier erzielte die SPD zwischen 15 und 35 Prozent. Bei den Bundestagswahlen 1998 und 2002 konnten wir sogar die übermächtige CDU hinter uns lassen. In einer besonderen politischen Konstellation gelang es mir 1998 sogar das Direktmandat zu erobern.
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Da Politik vor der Haustür anfängt, sehe ich meine Aufgabe auch darin, die besonderen Interessen der Bewohner des Vogtlands in Berlin zu vertreten. So engagiere ich mich z.B. für den weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Auch das Stadtumbauprogramm Ost, von dem zahlreiche vogtländische Städte profitieren, und der Inno-Regio-Wettbewerb, der zu einer massiven Förderung des vogtländischen Musikinstrumentebaus führte, wurden von mir mitinitiiert.
Die bedrückend hohe Arbeitslosigkeit in meinem Wahlkreis ist das seit vielen Jahren größte Problem. Deshalb ist die Arbeitsmarktpolitik ein Schwerpunkt meiner Wahlkreisarbeit. Zahlreichen vogtländischen Unternehmen konnte ich bei kleinen und großen Problemen bereits helfen. Auch die Ansiedlung des Automobilzulieferers Magnetto zählt zu den Erfolgen meiner Arbeit für das Vogtland.
Weitere Informationen zu meinem Wahlkreis finden Sie bei den Vogtlandfakten.